Vernetzungstagung 2007

1. Vernetzungskonferenz zur „Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge“
Tagungsstätte der IG BCE Hannover, 07. März 2007

Rund 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 50 Institutionen haben sich am 7. März in Hannover auf der ersten Vernetzungskonferenz zur „Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge“ getroffen. Im Mittelpunkt stand die Vernetzung von Institutionen, die Anrechnungsverfahren entwickeln oder entwickeln wollen. Eingeladen hatte die Wissenschaftliche Begleitung der BMBF-Initiative „ANKOM“.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich auf der eintägigen Konferenz einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten auf dem Gebiet der Anrechnung verschaffen. Darüber hinaus hatte die Konferenz zum Ziel, Austausch und Kooperationsstrukturen verschiedener Anrechnungsinitiativen zu fördern. Die Teilnehmenden nahmen die Veranstaltung zum Anlass, gegenseitig voneinander zu lernen, und sahen sie als Auftakt zu einer kontinuierlichen Vernetzung der Anrechnungsinitiativen an. Eine Folgekonferenz ist für das Frühjahr 2008 geplant.

Die Anrechnung von Kompetenzen ist ein zentrales Thema des Bologna- und des Kopenhagen-Prozesses und trägt zur Umsetzung des Konzeptes Lebenslanges Lernen bei. Auf der Konferenz wurde festgestellt, dass ein modernes, auf die Zukunft gerichtetes Bildungssystem durchlässige Bildungswege benötigt, bei denen die Anrechnung bereits erworbener Kompetenzen unablässig ist. Diese ‚Anrechnungsnotwendigkeit’ wird durch die Beobachtung von erhöhten Kompetenzanforderungen in der beruflichen Bildung sowie einer verstärkten Praxisorientierung durch die Einführung der Bachelorstudiengänge noch verstärkt. Vermutet wird eine zunehmende Überlappung von Kompetenzen, die jeweils in den beiden Bildungssektoren erworben werden.
Die Anrechnung von formalen, informellen und non-formalen Kompetenzen ist ein relativ junges Thema, das zahlreiche Bereiche, Themen und Akteure tangiert: von der Curriculumentwicklung bis zur Qualitätssicherung, von der Personalentwicklungsabteilung über die Studienberatung bis zur Akkreditierungsagentur. Die Kommunikation und Information über das Thema und seine zahlreichen Facetten ist daher eine vordringliche Aufgabe. Sie liegt im Zuständigkeitsbereich der beruflichen und hochschulischen Bildung sowie aller Sozialpartner.

Dokumentation zur 1. Vernetzungskonferenz

Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH
http://ankom.dzhw.eu/archiv/tagungen/2007_1
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