Bielefeld - Bereich Pflege & Gesundheit

Dieses Projekt gliedert sich in zwei Teilprojekte:

– Teilprojekt Pflegeberufe

– Teilprojekt Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen in Gesundheitsberufen auf den Bachelor-Studiengang „Pflege und Gesundheit“
– Teilprojekt Pflegeberufe

(Stand 06/2008)

Projektposter

Ergebnisse des Projektes ANKOM Pflegeberufe

In enger Zusammenarbeit mit drei verschiedenen Gremien wurde im Teilprojekt Pflegeberufe ein Anrechnungsverfahren von beruflich erworbenen Kompetenzen auf den Bachelor-Studiengang „Pflege und Gesundheit“ der Fachhochschule Bielefeld erarbeitet.

Weitere Informationen zu den Gremien finden Sie unter den folgenden Links:

Kooperationspartner Berater und Beraterinnen Fachbeirat


Studiengang, Berufe und berufliche Weiterbildungen, die in das Projekt eingebunden sind:

Studiengang:
Bachelor-Studiengang „Pflege und Gesundheit“ der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Pflege und Gesundheit

Berufe Untersuchte Leitungsweiterbildungen
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
  • Altenpflege
  • Weiterbildung zur Pflegedienstleitung in Einrichtungen der Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege (ambulant und stationär)
  • Weiterbildung zur Pflegedienstleitung in Einrichtungen der Altenpflege (ambulant und stationär)
  • Weiterbildung zur Wohnbereichs- bzw. Stationsleitung
  • Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie


Skizze der Vorgehensweise und der Ergebnisse:

Lernergebnisbeschreibung anhand virtueller Module

Lernergebnisse sind hypothetische Beschreibungen erwarteter Bildungserfolge. Lernergebnis wird im Projekt verstanden als ‚kleinster gemeinsamer Nenner’ bei der Beschreibung von Zielen, Qualifikationen, Kompetenzen etc.

Die Identifizierung und Beschreibung der Lernergebnisse für jeden im Projekt eingebundenen Weiterbildungslehrgang erfolgte durch die Erstellung und Bearbeitung virtueller Module. Sie erlauben es, die Lehrgangspläne der jeweiligen Weiterbildungen in eine Struktur zu bringen, die eine Vergleichbarkeit ermöglicht ohne Anpassungen zu erfordern. Das Instrument dient somit der Identifizierung und Beschreibung von Lernergebnissen und bildet die Grundlage für die Äquivalenzeinschätzung.

Qualitätssicherung

In der Entwicklung einer pauschalen Anrechnungsverfahrens müssen bestimmte strukturelle Voraussetzungen gegeben sein, die eine Äquivalenzprüfung mit dem Ziel einer Anrechnung legitimieren. Für das Anrechnungsverfahren sollen daher Qualitätskriterien, die vom Studiengang erfüllt sein müssen, auch vom Weiterbildungslehrgang erfüllt werden. Diese strukturellen Voraussetzungen bilden neben dem Legitimationsrahmen auch den Bedingungsrahmen, der eine Hypothese hinsichtlich des Erreichens von Lernergebnisse zulässt. Vor diesem Hintergrund der vorhandenen Strukturen in den Weiterbildungseinrichtungen können Inhalte einer Äquivalenzprüfung unterzogen werden.

Verfahren zur Äquivalenzfeststellung und deren Ergebnisse

Äquivalenz bedeutet Gleichwertigkeit. Auf der Basis der in den virtuellen Modulen beschriebenen Lernergebnisse und der Lernergebnisse der Studiengangsmodule fand im direkten Vergleich eine Einschätzung von Äquivalenzen durch die modulverantwortlichen ProfessorInnen statt. Die Äquivalenzeinschätzungen wurden durch eine Niveauüberprüfung der Module mittels des Modul Level Indicator (Müskens, 2007) durch interne und externe Experten validiert.

84 virtuelle Module wurden in Rahmen der Äquivalenzfeststellung in mehreren Schritten mit den 21 Modulen des Studiengangs abgeglichen. Die Äquivalenzen variierten je nach Weiterbildungslehrgang. Als vollständig äquivalent konnten bis zu 5 Module eines Lehrgangs identifiziert werden. Teiläquivalenzen bestanden darüber hinaus mit bis zu 9 weiteren Modulen.

Entwicklung des Anrechnungsverfahrens

Das Anrechnungsverfahren beinhaltet das einzuhaltende Prozedere für Absolventen der im Projekt eingebundenen Weiterbildungen, die vollständig äquivalente Module angerechnet bekommen möchten. Diese Verfahren wird durch Antragstellung an den Prüfungsausschuss eröffnet. Zusätzlich zur pauschalen Anrechnung erhalten beruflich qualifizierte Studierende die Möglichkeit, individuell ihre beruflichen Kompetenzen anrechnen zu lassen. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Projekt IzAK am Fachbereich Pflege und Gesundheit der FH Bielefeld ein Instrument zur Bildungsbilanzierung entwickelt, das als Grundlage für spätere Einschätzungs- und Beratungsprozesse dient. Im Rahmen dieser individuellen Anrechnung können bei Absolventinnen der Weiterbildungen Teilmodule, die keine vollständigen Äquivalenzen zu den Studiengangsmodulen aufweisen, berücksichtigt werden.

Implementierung

Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen erfolgt auf Antragstellung der Studierenden an den Prüfungsausschuss. Das pauschale Anrechnungsverfahren wurde dem Prüfungsausschuss vorgestellt und von diesem akzeptiert. Das Anrechungsverfahren ist Teil der im Herbst 2008 statt findenden Reakkreditierung des Studiengangs. Im Rahmen der Implementierung des Verfahrens am Fachbereich wurden Formulare und Manuale erstellt, die die Betroffenen (Aspiranten, Prüfungsausschussvorsitzende, Prüfungsamt) beim Durchlaufen des Verfahrens unterstützen sollen.

Darüber hinaus wurden hochschulübergreifende Aktivitäten initiiert, die die Übertragbarkeit auf andere Hochschulen/ Studiengänge prüfen und bearbeiten. Mit Weiterbildungseinrichtungen und Praxisstellen werden Beratungsangebote für Interessenten und mögliche Aspiranten entwickelt.

Publikationen

Anrechnung bereits erworbener Leitungskompetenz: Die ANKOM Initiative, Rubrik DBfK-AKTUELL, Die Schwester Der Pfleger 10/07

ANKOM Pflegeberufe - Erfolgreicher Projektabschluss im festlichen Rahmen, Rubrik DBfK-Aktuell, Die Schwester Der Pfleger 02/08

in Bearbeitung: „Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen. Neue Bildungswege in die Hochschule für Gesundheits- und Sozialberufe“. (Arbeitstitel), Herausgeberin: Frau Dr. Freitag, HiS, erscheint Sommer 2008

in Bearbeitung: „Durchlässigkeit im Bildungswesen - eine strategische Aufgabe! Herausforderungen für Wirtschaft, Politik, berufliche Bildung und Hochschulen“. (Arbeitstitel), Herausgeberin: Regina Buhr, Walburga Freitag, Ernst Hartmann, Claudia Loroff, Karl-Heinz Minks, Kerstin Mucke, Ida Stamm, erscheint Sommer 2008


Kontakt:


Projektleitung Prof’in Dr. Barbara Knigge-Demal
Telefon: 0521 / 106 7420
EMail: barbara.knigge-demal@fh-bielefeld.de

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit
Bereich Pflege und Gesundheit
Am Stadtholz 24
33609 Bielefeld
http://www.fh-bielefeld.de/fb8

 

Anrechnung beruflich erworbener Qualifikationen und Kompetenzen in Gesundheitsberufen
- Teilprojekt: ANKOM Gesundheitsberufe nach BBiG

(Stand 06/2008)

Das hier beschriebene Projekt ANKOM Gesundheitsberufe nach BBiG untersucht die Äquivalenzen zwischen dem Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaftslehre“ am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld und der nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannten Aufstiegsfortbildung „Betriebswirtin/ Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen“. Zur Ausgestaltung und Umsetzung der einzelnen Arbeitschritte konnten für das Projekt die Ärztekammer Schleswig-Holstein sowie die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe als Kooperationspartner aus dem Bereich der beruflichen Fortbildung gewonnen werden. Darüber hinaus wurde zur Beratung der jeweiligen Arbeits- und Projektergebnisse ein Fachbeirat im Projekt konstituiert, der mit Vertretern der Berufspraxis, der beruflichen Fortbildung, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite und einer Vertreterin des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) besetzt ist.


Kooperationspartner:


Fachbeirat:

Institutionen Vertreter
Fachbereich Pflege und Gesundheit,
Fachhochschule Bielefeld
Prof. Dr. Burchert, Heiko
Fachbereich Pflege und Gesundheit,
Fachhochschule Bielefeld
Prof. i. V. Dr. Bonse-Rohmann, Mathias
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe Brämer, Jürgen
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Reilmann, Bernhard
Ärztekammer Schleswig-Holstein Dr. Andreßen, Cordelia
Berufsverband der Arzt-, Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen e.V. Timm, Regina
Berufsverband der Arzt-, Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen e.V. Becker-Oevermann, Karin
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Mettin, Gisela
Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Dielmann, Gerd
HIS GmbH, wissenschaftliche Begleitung Dr. Freitag, Walburga


Studiengänge und Berufe/ Berufsfelder/ berufliche Weiterbildungen, die eingebunden sind

Berufsfeld Untersuchte Aufstiegsfortbildung
Medizinische Fachangestellte,
Zahnmedizinische FachAngestellte,
Tiermedizinische Fachangestellte
Betriebswirtin/Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen
Studiengang
Bachelor Studiengang „Betriebswirtschaftslehre“ der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Wirtschaft


Skizze der 5-stufigen Verfahrens zur Bestimmung der Anrechnungsfähigkeit

Stufe I:   Vorläufige Deckungsanalyse:
durch die mit der Durchführung des Anrechnungsverfahrens beauftragte/n Person/en
Stufe II:   Befragung der Teilnehmer bzw. Absolventen der beruflichen (Aufstiegs-) Fortbildung
Stufe III:   Kompetenzorientierte Analyse:
Einschätzungen der Dozenten anhand eines Analyse-Instruments
Stufe IV:   Befragung der Fachprüfer:
Konkretisierung der festgestellten Äquivalenzen
Stufe V:   Anrechnungsentscheidung:
Bewertung durch die Modulverantwortlichen auf Basis der Stufen I - IV

Kontakt:

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit
Bereich Wirtschaft
Prof. Dr. Heiko Burchert
Am Stadtholz 24
33609 Bielefeld
Tel.: 0521 / 106 7435

Email: heiko.burchert@fh-bielefeld.de

http://www.fh-bielefeld.de/fb8


Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH
http://ankom.dzhw.eu/archiv/entwicklung/bielefeld_pflege
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